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Zeitplan für DVB-T-Ausbau in Mitteldeutschland

 30/04/2008

Das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) erobert die Regionen - 
Zeitplan für DVB-T-Ausbau in West- und Südthüringen sowie im Norden Sachsen-Anhalts steht fest


Das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) wird in Thüringen und Sachsen-Anhalt weiter ausgebaut. Die Programmveranstalter MDR und ZDF haben sich darauf verständigt, am 01. Juli 2008 DVB-T in Westthüringen, Südthüringen und im Norden von Sachsen-Anhalt aufzuschalten. Ab diesem Zeitpunkt wird der Senderstandort in Dequede die Altmarkregion (Sachsen-Anhalt) mit dem digitalen Antennenfernsehen versorgen. In Thüringen werden mit den Standorten Inselsberg, Sonneberg, Saalfeld/Kulm und Jena/Kernberge vier weitere DVB-T-Sendeanlagen in Betrieb gehen. Damit wird der Ausbau des DVB-T-Sendernetzes der öffentlich-rechtlichen Programmveranstalter in Mitteldeutschland abgeschlossen sein. Gleichzeitig endet auch die analog-terrestrische Verbreitung von ARD, ZDF und MDR in Mitteldeutschland. Mit Abschluss des flächendeckenden Ausbaus werden 8.9 Millionen Einwohner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen DVB-T mit der Dachantenne empfangen können.

"Die Erfahrungen aus den Regionen, in denen jetzt schon DVB-T zum empfangen ist, haben gezeigt, dass Zuschauer das digitale Antennenfernsehen nicht nur zu Hause, sondern gern auch unterwegs nutzen", sagte Andreas Vierling, Vorsitzender des Lenkungsausschusses DVB-T Mitteldeutschland. Ein großer Vorteil des digitalen Antennenfernsehens ist die portable und mobile Nutzung: beispielsweise mit einem tragbaren DVB-T-Empfänger, im Auto oder mittels DVB-T-USB-Stick mit dem Laptop. Zuschauer, die noch über die analoge Terrestrik ihre Fernsehprogramme empfangen, benötigen ab Juli 2008 zusätzlich ein DVB-T-Empfangsgerät beispielsweise eine Set-Top-Box, die einfach zwischen die vorhandene Antenne und das Fernsehgerät angeschlossen wird. Damit können sie dann 12 öffentlich-rechtliche Programme empfangen. Für Zuschauer, die über Kabel oder Satellit empfangen, ändert sich nichts.

Im Thüringer Regionalbouquet des MDR erfolgt zum 01. Juli 2008 ein Programmwechsel. Auf dem bisherigen Programmplatz von WDR FERNSEHEN ist dann das BAYERISCHE FERNSEHEN zu empfangen. Durch diesen Schritt wird die Empfangssituation in der Grenzregion zu Bayern deutlich verbessert, da viele Programme alternativ auch von einem Senderstandort aus dem benachbarten Bundesland empfangbar sein können. Gerade die Grenzregion zu Bayern ist durch die Gebirgslage versorgungstechnisch anspruchsvoll. Das MDR FERNSEHEN wird spätestens ab Herbst 2008 auch in Nordbayern ausgesendet.

In den kommenden zwei Monaten bis zum bevorstehenden Start in der Altmark, Südthüringen und Westthüringen wird der Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST die technische DVB-T-Infrastruktur vollständig aufbauen. Damit das Sendernetz pünktlich in Betrieb gehen kann, müssen die fünf Senderstandorte für DVB-T umgebaut und die Sendetechnik installiert werden.


Informationskampagne für neue DVB-T-Regionen in Mitteldeutschland beginnt
In den kommenden Wochen beginnt auch die Informationskampagne zu DVB-T in den betreffenden Regionen. So werden Fachhändler und das Handwerk mit Informationen rund um das digitale Antennenfernsehen versorgt, um in den Geschäften kompetent beraten zu können. Zwei Wochen vor dem DVB-T-Start wird eine zusätzliche Informations-Hotline unter der bereits bekannten Telefonnummer (01805) 10 79 09 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) geschaltet. Wichtige Plattform für umfassende und aktuelle Informationen ist auch das Internet. Unter www.dvbt-mitteldeutschland.de kann unter dem Menüpunkt "Empfangsprognose" mittels Eingabe von Postleitzahl oder Wohnort abgerufen werden, ob am jeweiligen Wohnort DVB-T empfangen werden kann und wenn ja, mit welcher Antennenart (mit Zimmerantenne, Außenantenne oder Dachantenne).

Über das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) und über den Lenkungsausschuss
Die Abkürzung DVB-T steht für Digital Video Broadcasting-Terrestrial. Darunter versteht man den Verbreitungsweg von Fernsehprogrammen, die digital ausgesendet und über eine Dach- oder Zimmerantenne digital empfangen werden können. Zusätzlich zum Fernseher und einer Antenne benötigt der Zuschauer ein DVB-T-Empfangsgerät, das die digitalen Signale für den herkömmlichen Fernseher übersetzt. DVB-T-Empfangsgeräte sind bereits ab 25 Euro, Empfangsgeräte mit eingebauter Festplatte ab 100 Euro, Zimmerantennen bereits ab 5 Euro im Handel erhältlich. Kleine, tragbare DVB-T-Fernsehgeräte gibt es ab 100 Euro, DVB-T-USB-Stick für den Laptop schon ab 20 Euro. Zunehmend werden auch moderne Flachbildfernseher mit integriertem DVB-T-Tuner verkauft. Das DVB-T-Zeitalter begann in Mitteldeutschland am 05.12.2005 mit dem Start in den Regionen Leipzig/Halle und Erfurt/Weimar. Am 23.07.2007 wurde DVB-T ausgebaut in den Regionen Dresden/Löbau, in Chemnitz und dem Erzgebirge, im Sächsischen und Thüringer Vogtland, in Gera und dem Altenburger Land. Am 09.10.2007 ging es weiter in Magdeburg, auf dem Brocken und damit in der Harzregion sowie in Wittenberg für die Region Anhalt-Dessau.

Die Einführung von DVB-T in Mitteldeutschland koordiniert der Lenkungsausschuss DVB-T Mitteldeutschland, dem der MDR, das ZDF, die Landesmedienanstalten und Staatskanzleien aus Mitteldeutschland, MEDIA BROADCAST sowie lokale sächsische Programmveranstalter angehören. Weitere Informationen finden Sie unter www.dvbt-mitteldeutschland.de und unter www.ueberallfernsehen.de

   

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